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Agadez
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Agadez [] (auch AgadĂšs) ist die Hauptstadt der Region Agadez in Niger. Sie ist mit rund 118.000 Einwohnern die bevölkerungsmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Stadt im Zentrum des Landes. Das historische Zentrum von Agadez zĂ€hlt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Contents

‱ Geographie
‱ Klima
‱ Geschichte
‱ Wirtschaft
‱ Verkehr
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geographie

Lage und Gliederung

Agadez liegt in der nördlichen Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind TchirozĂ©rine im Norden, Osten und Westen sowie Aderbissinat im SĂŒden.cite-ref-1[1]

Das Gemeindegebiet von Agadez ist in 17 Stadtviertel, sieben lÀndliche Dörfer mit eigenen Ortsvorstehern und acht lÀndliche Weiler gegliedert.

‱ Die Stadtviertel sind: Abalan, Agar Garin Saka, Akanfaya, Amarewat, Amdit, Angoual Bayi, Camp Militaire, Camp Militaire Kourou, Dagamanet I, Dagamanet II, Dagamanet III, FounĂ© ImĂ©, Gendarmerie, HougbĂ©ry, Katanga, Misrata, Nassarawa, Nassarawa Indoudou, Obitara, Oumourdan Magass, Oumourdan Nafala, Pays Bas, Sabon Gari, Tadalanfaye, Tadallanfaye, Tawayen Sarki und Toudou.
‱ Die lĂ€ndlichen Dörfer mit Ortsvorstehern sind: Alarcess Toudou Bila, Dari, Inbakatane, Inebizguin, Mai Addoua, OurĂšye und Tchibnitane.
‱ Die lĂ€ndlichen Weiler sind: Alarcess Aladab, Alarcess Alkinkin, Alarcess Azamala (Takaya), Alarcess Tchiguefan, Ikirkiwi, Tajajaratt, Tassakantalam und Timiiao.

Durch Agadez verlaufen sowohl der 17. nördliche Breitengrad als auch der 8. LÀngengrad, die sich im Weiler Alarcess Tchiguefan kreuzen.cite-ref-renaloc-2-0[2]

Klima

Die synoptische Wetterstation von Agadez liegt auf 501 m Höhe und wurde 1921 in Betrieb genommen.cite-ref-3[3]

Geschichte

Die Stadt wurde der Überlieferung nach 1449 von BerberstĂ€mmen gegrĂŒndet. 1515 wurde die Stadt vom Songhaireich unter Mohamed Askia erobert.cite-ref-4[4] Als dieses 1591 von Marokko erobert wurde, ĂŒbernahmen die Tuareg die Kontrolle ĂŒber die Stadt und ihr Umland. Sie war in dieser Zeit Hauptstadt des Sultanats AĂŻr, das mit eingeschrĂ€nkten Machtbefugnissen offiziell bis heute fortbesteht.

Agadez wurde offenbar erstmals um 1711 von EuropĂ€ern besucht, nĂ€mlich von zwei Franziskanermissionaren, ĂŒber deren weiteres Schicksal wenig bekannt ist. Die erste wissenschaftliche Beschreibung der Stadt, ihrer Umgebung und ihrer Geschichte stammt von dem deutschen Afrikaforscher Heinrich Barth, der Agadez 1850 erreichte. Die Stadt geriet in den 1890er Jahren im Zuge des Kolonialismus (Wettlauf um Afrika) unter die Kontrolle Frankreichs. Sie war ein wichtiges Zentrum des Karawanenhandels. In den 1920er Jahren begannen mehrere Hauptverkehrswege der damaligen französischen Kolonie Niger in Agadez: die 558 Kilometer lange Piste nach Birni-N’Konni und die 429 Kilometer lange Piste nach Zinder, die in ihren ersten Streckenabschnitten auf Kamele ausgerichtet waren, sowie die 293 Kilometer lange Piste nach IfĂ©rouane und die 592 Kilometer lange Piste nach Bilma.cite-ref-5[5] Das französische Übersee-Forschungsinstitut Office de la Recherche Scientifique et Technique Outre-Mer (ORSTOM) betrieb in Agadez eine geomagnetische Station, die zu einem Netzwerk von mehreren hundert ORSTOM-Stationen in Westafrika gehörte, an denen in den 1950er Jahren geomagnetische Messungen vorgenommen wurden.cite-ref-6[6] Das Land Niger wurde von Frankreich im Afrikanischen Jahr 1960 in die UnabhĂ€ngigkeit entlassen.

1979 fĂŒhrte die erste Rallye Dakar ĂŒber Agadez. Ein elftes Mal war die Stadt 1997 einer der Austragungsorte.cite-ref-7[7]

Agadez erhielt 1988 zugleich mit neun weiteren nigrischen Orten den Status einer eigenstĂ€ndigen Gemeinde. Bis dahin hatte es landesweit zwölf Gemeinden gegeben.cite-ref-8[8] Im Jahr 2009 wurde die Stadt von Überschwemmungen heimgesucht, bei denen ĂŒber 41.000 Einwohner materielle SchĂ€den erlitten.cite-ref-9[9]

WĂ€hrend des BĂŒrgerkriegs in Libyen 2011 kamen große FlĂŒchtlingsströme aus Libyen nach Agadez. Viele von ihnen waren Menschen, die Jahre zuvor von Staaten Subsahara-Afrikas nach Libyen migriert waren.cite-ref-10[10] In der FlĂŒchtlingskrise in Europa ab 2015 wurde Agadez auch zu einer Drehscheibe fĂŒr den Menschenschmuggel: Schlepper transportieren Migranten gegen Bezahlung in Richtung SĂŒdkĂŒste des Mittelmeers, ĂŒber das sie mit Booten in die EuropĂ€ische Union gelangen wollen.cite-ref-11[11] Sie ist es bis heute (2024) immer noch.cite-ref-12[12]

Bevölkerung

Agadez hatte bei der VolkszÀhlung 2012 118.240 Einwohner, die in 19.226 Haushalten lebten. Davon wohnten 110.497 Personen im Stadtzentrum und 7743 Personen in den umliegenden lÀndlichen Dörfern und Weilern.cite-ref-renaloc-2-1[2]

Nach der UnabhĂ€ngigkeit Nigers im Jahr 1960 beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum wegen Zuwanderung deutlich. Die GrĂŒndung der Bergbaustadt Arlit im Jahr 1969 fĂŒhrte kurzzeitig zu einer rĂŒcklĂ€ufigen Einwohnerzahl in Agadez, da Arlit sowohl die Migranten aus dem SĂŒden des Landes als auch junge Bewohner von Agadez anzog. Die durch die Hungersnot in der Sahelzone Anfang der 1970er Jahre bedingte Zuwanderung kompensierte diesen RĂŒckgang bereits wieder.cite-ref-adamou-18-13-0[13]

| 1926 | 1936 | 1947 | 1956 | 1964 | 1970 | 1977 | 1988 | 2001 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2.436 | 3.193 | 3.977 | 4.737 | 7.190 | 6.125 | 20.475 | 49.424 [ 13 ] | 79.228 [ 14 ] | 118.240 [ 2 ] |

Politik und Justiz

Der Gemeinderat (conseil municipal) hat 25 Mitglieder. Mit den Kommunalwahlen 2020 sind die Sitze im Gemeinderat wie folgt verteilt: 8 PNDS-Tarayya, 7 MNSD-Nassara, 5 MPR-Jamhuriya, 2 MODEN-FA Lumana Africa, 1 PJP-GĂ©nĂ©ration Doubara, 1 PNPD-Akal-kassa, 1 PSD-Bassira und 1 RDP-Jama’a.cite-ref-15[15]

Agadez ist der Sitz eines Tribunal de Grande Instance, eines der landesweit zehn Zivilgerichte der ersten Instanz.cite-ref-16[16] Die Haftanstalt Agadez hat eine AufnahmekapazitÀt von 250 Insassen.cite-ref-17[17]

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Das historische Zentrum von Agadez wurde am 23. Juni 2013 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.cite-ref-18[18] Am Flughafen befindet sich eine Kopie der Felsgravuren der Dabous-Giraffen. Besonders sehenswert ist der Markt von Agadez im November, wenn die Salzkarawanen aus Bilma eintreffen.

Die Stadt bewahrt zum Teil noch die typische sudanische Lehmarchitektur.cite-ref-19[19] Die Große Moschee von Agadez liegt am Westrand des alten Ortskerns, unweit des Palastbezirks. Die Gesamtanlage umfasst eine FlĂ€che von 1500 Quadratmetern. Erbaut ist sie im mittelnigrischen Stil einer Hof-Moschee, wobei der Innenhof sehr klein gehalten ist. Nach mĂŒndlicher Überlieferung soll sie zu Beginn des 16. Jahrhunderts unter Abu Zakarya, einem Marabout aus dem Fessan, möglicherweise aus Gao, erbaut worden sein. Die Moschee befindet sich in einem guten Zustand (Stand: 1986), wobei Erosionen im Bereich der Wasserspeier zu attestieren sind. SĂ€mtliche ZugĂ€nge haben mittlerweile Zementrahmen.cite-ref-gruner-364-366-20-0[20] Die Qiblawand der Freitagsmoschee gilt, in Abweichung der sonst ĂŒblichen Schwankungsbreite von ± 15 °, als geographisch exakt ausgerichtet.cite-ref-21[21] Die Moscheeanlage hat mehrere BetrĂ€ume. An allen Seiten der BetrĂ€ume gibt es teils mit GrĂ€bern eingefriedete Areale. Nach Heinrich Barth stammt das Minarett aus dem Jahr 1844.cite-ref-22[22] Selbiges ist in Lehmbauweise hergestellt, spitz zulaufend und 27 Meter hoch. Damit ist das Minarett der höchste Lehmturm sĂŒdlich der Sahara und von weitem sichtbar. Es wird vermutet, dass sein Vorbild in den Oasen M'zabs in Algerien zu finden ist, denn die Ähnlichkeit zu den TĂŒrmen von Ghardaia und Beni Isguen sind frappierend. Lediglich ein Minarett zur Moschee zu bauen, war bei allem Vorbildcharakter, in der Vergangenheit keinesfalls stilbildend.

SĂŒdöstlich der Freitagsmoschee, im Viertel Hasna, liegt die Hassina-Moschee, ebenfalls eine Hof-Moschee. Deren GrĂŒndung wird laut örtlicher imamischer AuskĂŒnfte im Jahr 1538, jedenfalls in der 1. HĂ€lfte des 16. Jahrhunderts, vermutet. Ihr Zustand ist vergleichbar gut zur Freitagsmoschee. Mit 149 Quadratmetern GesamtflĂ€che ist sie eher klein, verfĂŒgt aber ĂŒber ein 9 Meter hohes Minarett und eine Madrasa, die in einem AnnexgebĂ€ude untergebracht ist. Weitere architekturhistorisch interessante Moscheen sind die Osam-da-Fodio-Moschee (mit ebenfalls nur einem Minarett) und in der Ortsmitte am HougoubĂ©rĂ©-Platz eine Moschee, die die Besonderheit aufweist, dass an der Qibla-Fassade ein Adhān-Podest errichtet wurde.cite-ref-gruner-364-366-20-1[20]

Nördlich des historischen Stadtzentrums befindet sich der Justizpalast, der 1982 nach PlÀnen des Architekten Låszló Mester de Parajd erbaut wurde. Das GebÀude ist so gestaltet, dass kein direktes Sonnenlicht durch die Fenster eindringen kann.cite-ref-23[23]

Zu Beginn des islamischen Monats Muharram wird bis zum Aschura-Tag in Agadez das zehntĂ€gige Neujahrsfest der Tuareg, Bianou, gefeiert. Dabei werden TĂ€nze und Straßenprozessionen von der großen Kesseltrommel Tobol begleitet. Die Veranstaltung Ă€hnelt dem in Djanet (SĂŒdalgerien) veranstalteten Sebiba-Tanzfest.

In den 1960er Jahren etablierte sich eine römisch-katholische Mission. Seit 1980 gibt es in Agadez die eigenstÀndige Pfarre St. Augustin, die zum Bistum Maradi gehört.cite-ref-24[24]

Agadez ist ein Schauplatz des 1903 erschienenen Abenteuerromans A travers le Sahara. Aventures merveilleuses de Marius Mercurin von G. Demage. Joseph PeyrĂ© schilderte im Roman Sous l’étendard vert aus dem Jahr 1935 die Belagerung der Stadt bei der Kaocen-Revolte von 1916/1917. In dem von Jacqueline Cervon 1972 herausgegebenen Roman Le tambour des sables ist Agadez ein Ort des IdentitĂ€tsverlustes der Tuareg.cite-ref-25[25]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Neben dem traditionellen Handel ist noch heute die Viehzucht (Dromedare, Ziegen und Schafe) in der Umgebung wichtig. Der Afrikaforschungsreisende Heinrich Barth erwĂ€hnt in seinen Reiseberichten,cite-ref-26[26] dass im Tal vor Agadez Gartenanlagen gesehen worden seien, die auf entsprechende Gartenwirtschaft hindeutet. Er selbst beobachtete das in Iferouane. Das Wasser wurde ĂŒber einen Hebelarm aus dem Brunnen geschöpft. SpĂ€ter wurden Ochsen als Zugtiere eingesetzt. Das ĂŒber lederne SchöpfgefĂ€ĂŸe gehobene Wasser wird bis heute ĂŒber ein Kanalsystem den Beeten zugefĂŒhrt.cite-ref-27[27] In der Stadt gibt es einen StĂŒtzpunkt des Centre National de Lutte Antiacridienne (CNLA), einer dem Landwirtschaftsministerium unterstehenden Einrichtung zur BekĂ€mpfung der WĂŒstenheuschrecke.cite-ref-28[28]

Ein Hauptwirtschaftszweig ist der Menschenschmuggel aus Westafrika nach Libyen nach dem Sturz Muammar al-Gaddafi und weiter zur MittelmeerkĂŒste mit dem Ziel Europa. Agadez ist zur Drehscheibe der Migration nach Europa geworden. Der US-amerikanische Anbieter fĂŒr Geld-Überweisungen Western Union hatte in der 100.000-Einwohner-Stadt fĂŒnf Filialen. Die FlĂŒchtlinge zahlen – in der Summe – hohe BetrĂ€ge an die Fluchthelfer, an Bestechungsgeld an die örtliche Polizei, an die Fahrer der Busse und Lastwagen, die in Agadez zur Durchquerung der Sahara starten, sowie fĂŒr Dienstleistungen wĂ€hrend der Wartezeit bis zur Abfahrt.cite-ref-29[29] Zwischen 2015 und 2023 zahlte die EuropĂ€ische Union der nigrischen Zentralregierung mehr als eine Milliarde Euro, dass diese die SchleusungskriminalitĂ€t bekĂ€mpft. Das ließ die auf Menschenschmuggel basierende Ökonomie um Agadez in jener Zeit weitgehend kollabieren. Das Abkommen endete im Jahr 2023, als eine MilitĂ€rjunta dieses aufkĂŒndigte.cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]

Bildung und Gesundheit

Die staatliche UniversitĂ€t Agadez mit einem Schwerpunkt auf fossilen und erneuerbaren Energien wurde 2014 gegrĂŒndet.cite-ref-32[32] Bei der École des Mines de l’AĂŻr (EMAÏR) handelt es sich um eine Schule fĂŒr Bergbau.cite-ref-33[33] Die École Normale d’Instituteurs d’Agadez (ENI Agadez) ist eine Lehrerbildungsanstalt.cite-ref-34[34] Das Berufsausbildungszentrum Centre de Formation Professionnelle et Technique d’Agadez (CFPT Agadez) bietet LehrgĂ€nge in Ackerbau, Bau, Metallbau, Industrieelektronik und Technik in der sozialen Entwicklung an.cite-ref-35[35] An der berufsbildenden Mittelschule LycĂ©e Professionnel d’HĂŽtellerie werden Kochen, Gastgewerbe, Pflege, Rezeptionsdienst und Tourismus unterrichtet.cite-ref-36[36] Der CollĂšge d’Enseignement Technique d’Agadez Commune (CET Agadez Commune) ist eine technische Fachschule.cite-ref-37[37] Am Institut Pratique de SantĂ© Publique (IPSP) werden Gesundheitshelfercite-ref-38[38] und am privaten Centre PrivĂ© de SantĂ© Publique (CPSP) sowohl Gesundheitshelfer als auch ApothekenverkĂ€ufer ausgebildet.cite-ref-39[39] Der Centre de Formation Professionnel Abzin (CFP Abzin) vermittelt Kenntnisse in Buchhaltung und Sekretariatswesen.cite-ref-40[40] Ähnliche Schwerpunkte haben der Centre PrivĂ© de Formation et d’Apprentissage de l’AĂŻr (CFDA)cite-ref-41[41] und der Centre de Formation en Gestion (CEFOR).cite-ref-42[42] In Agadez befindet sich ein StĂŒtzpunkt des staatlichen agronomischen Forschungsinstituts Institut National de Recherches Agronomiques du Niger (INRAN).cite-ref-43[43]

Es gibt außerdem mehrere allgemein bildende Schulen der Sekundarstufe in der Gemeinde, die zu den Typen CollĂšge d’Enseignement GĂ©nĂ©ral (CEG) und CollĂšge d’Enseignement Secondaire (CES) gehören: den CEG 1 Agadez, den CEG Toudou, den CES FA Agadez, den CES Dagamanet und den CES Tagama.cite-ref-44[44]

In Agadez gab es im Jahr 2010 56 Grundschulen, davon waren sieben Privatschulen. Auf einen Grundschullehrer kamen durchschnittlich 38 SchĂŒler (landesweit 39).cite-ref-45[45]

Der Centre Hospitalier RĂ©gional d’Agadez (CHR Agadez) ist ein Regionalkrankenhaus in der Stadt.cite-ref-46[46]

Verkehr

Durch Agadez verlĂ€uft die 980,9 Kilometer lange Nationalstraße 11 zwischen der Staatsgrenze zu Algerien im Norden und der Staatsgrenze zu Nigeria im SĂŒden. Von dieser Straße zweigen in der Stadt ab:cite-ref-47[47]

‱ die 1207 Kilometer lange Nationalstraße 21 nach Toummou

‱ Von ihr zweigt die 135 Kilometer lange Landstraße RR1-001 nach Tabelot ab.

‱ die 868 Kilometer lange Nationalstraße 25 nach Niamey
‱ die 156,2 Kilometer lange Nationalstraße 26 nach Mararaba
‱ die 295 Kilometer lange Landstraße RR1-002 nach IfĂ©rouane.

In Agadez befindet sich ein ziviler Flughafen, der Mano-Dayak-Flughafen Agadez (IATA-Code: AJY, ICAO-Code: DRZA).cite-ref-48[48] Zirka zwei km sĂŒdlich schließt sich eine weitere fĂŒr die StreitkrĂ€fte der USA errichtete zweite Start- und Landebahn an. Der MilitĂ€rflugplatz, die Base aĂ©rienne 201, wurde im August 2019 mit einem Flug einer C-130J aus Ramstein eingeweiht. Hier setzen die USA seither u. a. Drohnen ein.cite-ref-49[49]

Persönlichkeiten

‱ Abderrahmane Alfidja (* 1942), Ökonom und Politiker
‱ Bombino (* 1980), Gitarrist, SĂ€nger und Bandleader
‱ Mano Dayak (~1950–1995), politischer Aktivist, Unternehmer und Schriftsteller
‱ Kamilou Daouda (* 1987), Fußballspieler
‱ Amadou Laoual (1944–2018), Lehrer und Politiker
‱ Alhousseïni Mouloul (* 1955), Jurist, Diplomat und Politiker
‱ Abdoulaye Boukari Ousmane (* 1992), Fußballspieler
‱ Rabo Saminou (* 1986), FußballtorhĂŒter

Siehe auch
Literatur

‱ Aboubacar Adamou: Agadez et sa RĂ©gion (= Études NigĂ©riennes. Nr. 44). Pr. de CopĂ©dith, Paris 1979.
‱ Heinrich Barth: 1857–1858: Reisen und Entdeckungen in Nord- und Central-Afrika in den Jahren 1849–1855. 5 BĂ€nde, Gotha 1855–1858 (Nachdruck SaarbrĂŒcken 2005: hier: Bd. 1 ISBN 3-927688-24-X)
‱ Julien Brachet: Migrations transsahariennes. Vers un dĂ©sert cosmopolite et morcelĂ© (Niger). Éditions du Croquant, Bellecombe-en-Bauges 2009, ISBN 978-2-914968-65-2, DeuxiĂšme partie: Agadez ville ouverte (aux circulations), S. 81–158 (reseau-terra.eu (Memento vom 3. Juni 2017 im Internet Archive) [PDF; 14,9 MB]).
‱ Ahmad Moctar: CaractĂ©risation socio-Ă©conomique de l’élevage pĂ©ri urbain dans la Commune d’Agadez. FacultĂ© d’Agronomie, UniversitĂ© Abdou Moumouni de Niamey, Niamey 2005.
‱ Mariratou Sani: RĂ©habilitation urbaine et sauvegarde du patrimoine architectural de la ville historique d’Agadez. ThĂšse. Ecole Africaine des MĂ©tiers de l’Architecture et de l’Urbanisme (EAMAU), LomĂ© 2004.
‱ Gerd Spittler: DĂŒrren, Krieg und Hungerkrisen bei den Kel Ewey (1900–1985) (= Studien zur Kulturkunde. Band 89). Franz Steiner, Stuttgart 1989, ISBN 3-515-04965-7.
‱ Karl Rolf Seufert: Die Karawane der weißen MĂ€nner. Freiburg 1961.
‱ Michael StĂŒhrenberg: Agadez – Der Friedenssucher in der WĂŒste. GEO 08 2017, Seiten 32–51.

Weblinks

Commons

: Agadez

– Sammlung von Bildern

Wiktionary: Agadez

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Website der Stadt Agadez (französisch)
‱ FrĂŒhere Website der Stadt Agadez (Memento vom 1. September 2011 im Internet Archive) (französisch)
‱ Informationen und Bilder zu Agadez (französisch)
‱ Agadez. In: British Museum Collection online. Abgerufen am 30. MĂ€rz 2021 (englisch).
‱ Observations for location Agadez. In: West African Bird DataBase (englisch).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Carte de rĂ©fĂ©rence: Niger – RĂ©gion de Agadez. (PDF) REACH, 21. MĂ€rz 2018, abgerufen am 28. MĂ€rz 2021 (französisch).
cite-note-renaloc-22. ↑ RĂ©pertoire National des LocalitĂ©s (ReNaLoc). Institut National de la Statistique, RĂ©publique du Niger, Juli 2014, abgerufen am 7. August 2015 (RAR, französisch).
cite-note-33. ↑ Evaluation Hydrologique de l’Afrique Sub-Saharienne. Pays de l’Afrique de l'Ouest. Rapport de Pays: Niger. Mott MacDonald International / BCEOM / SOGREAH / ORSTOM, Cambridge / Montpellier / Grenoble August 1992, Annexe E: Liste des postes pluviomĂ©triques, S. 6 (horizon.documentation.ird.fr [PDF; 4,8 MB; abgerufen am 16. MĂ€rz 2022]).
cite-note-44. ↑ Edmond SĂ©rĂ© de RiviĂšres: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 70.
cite-note-55. ↑ Maurice AbadiĂ©: La Colonie du Niger. Mit einem Vorwort von Maurice Delafosse. SociĂ©tĂ© d’Editions GĂ©ographiques, Maritimes et Coloniales, Paris 1927, S. 428–429, 431.
cite-note-66. ↑ J. Rechenmann, R. Remiot: RĂ©seau gĂ©nĂ©ral de bases magnĂ©tiques en Afrique Occidentale. Centre de GĂ©ophysique de M’bour / Office de la Recherche Scientifique et Technique Outre-Mer, Paris 1958, S. 27 (horizon.documentation.ird.fr [PDF; 840 kB; abgerufen am 8. Oktober 2023]).
cite-note-77. ↑ Dakar Retrospective 1979–2007. (PDF) Amaury Sport Organisation, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. Juli 2011; abgerufen am 14. Februar 2018 (englisch).
cite-note-88. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 18. Oktober 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lucop.org (toter Link)
cite-note-99. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cic.ne (toter Link)
cite-note-1010. ↑ Jan Puhl: Die Gestrandeten von Agadez. In: Spiegel Online. 2. Mai 2011, abgerufen am 31. Oktober 2019.
cite-note-1111. ↑ Jens Borchers: Das GeschĂ€ft mit afrikanischen Migranten. In: Deutschlandfunk. 23. Januar 2016, abgerufen am 31. Oktober 2019.
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